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Team Mythen der Ökonomie - Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen. BEIGEWUM, 2005
Die derzeitige öffentliche Meinung bezüglich Wirtschaftsfragen wird von Mythen und Halbwahrheiten dominiert. Mit mehr oder weniger griffigen und auf den ersten Blick (aber nur auf den ersten Blick!) plausibel anmutenden Phrasen versuchen die politisch-ökonomische Elite und ihre Handlanger aus Wirtschaftswissenschaft und Medien eine neoliberale Ideologie in der Bevölkerung zu implementieren. Austeritätspolitik, Sparen, Privatisierung, Liberalisierung, Selbstverantwortung (d.h. de facto: Sozialabbau), Standortsicherheit, den Gürtel enger schnallen, Lohnanpassung (d.h. de facto: Lohnkürzung): diese und ähnliche Floskeln sind die neuen Zauberworte, mittels derer die Zukunft beschworen, pardon: gemeistert werden soll. Die Autoren des BEIGEWUM (Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen) greifen einige Pseudo- und Halbwahrheiten aus diesem neoliberalen ideologischen Feld heraus und unterziehen sie einer kritischen Analyse. Empfehlenswert!

 

Team Politische Ökonomie der Finanzmärkte. Jörg Huffschmid, 2002
Was sind Finanzmärkte und wie funktionieren sie? Welche historischen Prozesse führten zur exorbitanten heutigen Macht des Finanzsektors? Wie wirken Finanzmärkte auf die Realwirtschaft? Welche Rollen spielen Finanzkrisen? Wie lassen sich Finanzmärkte regulieren? Diese und verwandte Fragen werden von Huffschmid ziemlich leicht verständlich beantwortet. Ein absolutes Muss für jeden, der sich für das - oft verhängnisvolle - Treiben der Masters of the Universe in der Wall Street, an den Börsen von London, Zürich, Frankfurt, Tokio etc. interessiert!

 

Team K. G. Zinn: Die Keynessche Alternative - Beiträge zur Keynesschen Stagnationstheorie, zur Geschichtsvergessenheit der Ökonomik und zur Frage einer linken Wirtschaftsethik, 2008
John Maynard Keynes ist wohl der bedeutendste Wirtschaftstheoretiker des 20. Jahrhunderts. Die praktische wirtschaftspolitische Umsetzung einiger seiner theoretischen Konzepte in den westlichen Industrieländern der Nachkriegszeit trug maßgeblich zur bis dato einmaligen Massenwohlstandssteigerung bei. Doch Keynes wurde von Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftspolitik nur unvollständig und einseitig rezipiert. Diejenigen Konzepte Keynes', die auf grundlegendere Systemänderungen (nachhaltige Stärkung der Arbeit gegenüber dem Kapital, Arbeitszeitverkürzung, öffentliche Investitionskontrolle, Beendigung des Wachstumsfetischismus etc.) abzielen, wurden von der akademischen Ökonomie, der Wirtschaftspolitik und der Lobby des Kapitals ignoriert. Einige dieser vergessenen (bzw. unter den Teppich gekehrten) Ideen werden von Zinn dargestellt.
Dieses Buch kann jedem empfohlen werden, der sich für eine humanere und ökologischere Gestaltung der Wirtschaft interessiert.

 

Team Heinz-J. Bontrup: Lohn und Gewinn - volks- und betriebswirtschaftliche Grundzüge, 2008
Bontrup untersucht in diesem Werk Verteilungsfragen. Es gibt offensichtlich einen prinzipiellen Konflikt zwischen Arbeitseinkommen (Lohn) und Kapitaleinkommen (Gewinn): Die Arbeitnehmer wollen einen möglichst hohen Lohn, die Arbeitgeber wollen möglichst wenig bezahlen (Wer sagt da, der Klassenkampf sei von vorgestern?). Der Autor untersucht Lohn- und Gewinntheorien der ökonomischen Klassik (Smith, Ricardo, Marx) und der Neoklassik.
Lohn- und Gewinn sind nicht nur mikroökonomisch, auf Ebene der einzelnen Wirtschaftseinheiten (Unternehmen, Haushalte) relevant, sondern auch makroökonomisch, gesamtwirtschaftlich. So ist beispielsweise der Lohn nicht nur ein Kostenfaktor für den Unternehmer - auch wenn im herrschenden, stark neoklassisch/neoliberal geprägten ökonomischen Diskurs in Wirtschaftswissenschaft und Medien primär dieser Aspekt des Lohns betont wird - sondern es hängen auch ein großer Teil der Konsumnachfrage, damit der Absatzmöglichkeiten für Konsumgüter und somit auch viele Investitionen von der Lohnhöhe ab. Fällt die Lohnhöhe zu niedrig aus, so schrumpft auch die Konsumgüternachfrage, damit auch der Güterabsatz und die Investitionstätigkeit - lediglich AMS und Obdachloseneinrichtungen (sofern sie noch nicht dem Sparstift zum Opfer gefallen sind) dürfen sich über regen Zuspruch freuen. Zu geringe Löhne führen also nicht nur zu mehr Working Poor sondern im allgemeinen auch zur Erhöhung der Arbeitslosenquote. Derartige (und viele andere) Zusammenhänge und Aspekte des Lohn-Gewinnverhältnisses werden von Bontrup analysiert.
Wer meint, dass der Klassenkampf vielleicht doch nicht von vorgestern sei, möge zu diesem Buch greifen.

 

Team Jürgen Kromphardt: Die größten Ökonomen - John Maynard Keynes, 2013
John M. Keynes ist wohl der bedeutendste Ökonom des 20. Jahrhunderts. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Ökonomie und Wirtschaftspolitik von dezidiert wirtschaftsliberalem Denken beherrscht. Die wirtschaftsliberalen Maßnahmen zur Bekämpfung der tiefen Depression der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1933 (Sparpolitik, Lohnkürzungen etc.) erwiesen sich als höchst kontraproduktiv. Die krisenverstärkenden Auswirkungen der liberalen Konzepte trugen wesentlich zum Aufstieg des deutschen Faschismus und zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges bei.
Die Keynessche Wirtschaftstheorie, wie sie insbesondere in seinem epochemachenden Werk 'Die Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes' niedergeschrieben ist, bricht an entscheidenden Stellen mit dem Paradigma des Wirtschaftsliberalismus und löste eine wirtschaftstheoretische Revolution aus. Die Nachkriegsprosperität und die damit einhergehende immense Hebung des Massenwohlstandes in den westlichen Industriestaaten ist maßgeblich der Anwendung ökonomischer Konzepte von Keynes zu verdanken. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts begann die Konterrevolution des Neoliberalismus (eines Neuaufgusses des Wirtschaftsliberalismus) und der dazugehörigen Wirtschaftstheorie der Neoklassik gegen den Keynesianismus, der (leider) ein großer Erfolg beschieden war. Mit teilweise ähnlichen Rezepten (Austeritätspolitik) wie sie der Wirtschaftsliberalismus mit desaströsen Folgen in der Weltwirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit anwendete, versucht der Neoliberalismus, die inzwischen seit Jahrzehnten schleichende Wirtschaftskrise des kapitalistischen Weltsystems zu bekämpfen: Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
Kromphardt stellt Leben, Werk und Wirken des Ausnahmeökonomen John Maynard Keynes vor. Einiges an geistigem Rüstzeug dafür, daß sich die Geschichte vielleicht doch nicht wiederholt, ist in diesem Buch zu finden.

 

Team S. Schulmeister, H. Walther, E. Nowotny, P. Rosner, D. Proske, K. W. Rothschild: Wirtschaftspolitische Alternativen zur globalen Hegemonie des Neoliberalismus, 1997
Das wirtschaftspolitische Geschehen wird von neoliberalem Gedankengut dominiert. Zentrale Elemente davon lassen sich schlagwortartig wie folgt charakterisieren: Liberalisierung, Privatisierung, Abbau des Sozialstaates, Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, Zurückdrängen des öffentlichen Sektors, Freihandel, etc. Die Erfolge des neoliberalen Programms scheinen mehr als dürftig: hohe Arbeitslosigkeit, massive Reallohnverluste, langjährige schleichende Wirtschaftskrise, Finanzkrisen, zunehmende Existenzunsicherheit, Ausweitung überwachungs- und polizeistaatlicher Maßnahmen, zunehmende Armut, Verbreiterung der Schere zwischen Arm und Reich etc.
Die Autoren unterziehen einige der neoliberalen Programmpunkte einer fundierten Kritik. Wer auf die Heilsverheißungen der 'Theologen des freien Marktes' (Eric Hobsbawm) bestenfalls noch mit einem Stirnrunzeln zu reagieren vermag, dem sei diese informative Aufsatzsammlung ans Herz gelegt.

 

Team Karl Georg Zinn: Makroökonomie - Einführung in die Einkommens- und Beschäftigungstheorie (Allgemeine Volkswirtschaftslehre III)
Lehrbücher über Makroökonomie gibt es viele. Zinns 'Makroökonomie' jedoch hebt sich von den makroökonomischen Standardlehrbüchern deutlich ab. Im Unterschied zur Standardlehrbuchliteratur, die mehr oder weniger auf angebotsorientierten Ansätzen der Neoklassik, der Wirtschaftstheorie des Neoliberalismus basiert, steht in Zinns Buch die nachfrageorientierte Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes im Zentrum. Dabei behandelt Zinn auch Aspekte der Keynesschen Theorie, welche von der gängigen, verkürzten Keynes-Rezeption übergangen werden, z. B.: Wie könnte man damit umgehen, wenn langfristig aufgrund von Sättigungstendenzen oder ökologischen Grenzen das Wirtschaftswachstum zum Erliegen kommt?
Man liest hier so einiges, was man in der gängigen Lehrbuchliteratur kaum zu Gesicht bekommt. Eine empfehlenswerte Alternative zum makroökonomischen Mainstream.